Historie

Ein Gründungsdatum der evangelischen Gemeinde vor Ort lässt sich heute nicht mehr ermitteln. Möglicherweise gab es schon vor dem Auftreten des „Thüringer Apostels“ Bonifatius (672/673 bis 754) Christen in der Region. Mönche aus Schottland waren schon im 6. Jahrhundert als Wanderprediger unterwegs gwesen.

Bonifatius hat in Thüringen die kirchliche Organisation nach dem Muster der römischen Kirchenstruktur geschaffen und das Bistum Erfurt gegründet. In Ohrdruf und Sülzenbrücken entstanden  724/725 Stützpunkte des Bistums. Ob es zu dieser Zeit auch in Dietendorf oder Kornhochheim eine Kirche gab, ist nicht bekannt. 

1521 predigte Martin Luther in Gotha. 1524 wurden die reformatorischen Gedanken Luthers durch den prominenten Superintendenten Friedrich Myconius im Herzogtum Gotha umgesetzt. Der erste evangelische Pfarrer in dem damals 1.000 Einwohner zählenden Ort Apfelstädt hieß Johann Möller. Er war ab 1534 auch für Dietendorf zuständig, welches damals etwa 200 Einwohner zählte.

(Quelle: „Die Kirche im Dorf“ von Johannes Kreusel, in: Neudietendorf, Herausgeber: Gemeinde Neudietendorf, Kunstverlag Gotha, 2. Auflage 1999)